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Das SBBZ mit dem Förderschwerpunkt Lernen

Im Januar 2016 wurde unsere Förderschule in das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen (kurz: SBBZ). umbenannt.

Selbstverständlich bleiben wir weiter eine Schule, die Kindern und Jugendlichen mit umfassenden und lang andauernden Lernproblemen und Entwicklungsverzögerungen ein differenziertes Bildungsangebot anbietet.

Unsere Schule gliedert sich weiterhin in eine Grundstufe und eine Hauptstufe. Die Schwerpunkte der jeweiligen Stufe werden im Folgenden näher erläutert.

Grundgerüst

Gemeinsamer Unterricht

Gemeinsamer Unterricht im Rahmen der Inklusion findet an Grund- und Werkrealschulen statt.
 
Schulstufen:

Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt Lernen gliedert sich in 2 Schulstufen, von denen jede ihre eigenen Schwerpunkte setzt.

Grundstufe — Klassen 1 bis 4

Entwicklungsförderung, Erlernen der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen, Freies Arbeiten

Hauptstufe — Klassen 5 bis 9

Vorbereitung auf Beruf und Leben
 
Kooperationsklasse: SBBZ– Berufsschule (VAB)
Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit; Dauer: 2 Jahre (Praxistag in der 9. Klasse und im Anschluss gemeinsamer Besuch der 10. Klasse in der Hans-Freudenberg-Berufsschule für Schüler, die noch keine Ausbildung machen)
 
Übergangsmanagement und Nachbetreuung

Hilfe bei der Berufsfindung und Ausbildung und Nachbetreuung über die Schulzeit hinaus
 
Betreuung für Schüler der Klassen 1 - 4

Seit Dezember 2010 bietet die Stadt Weinheim den Schülern der Klassen 1 bis 4 die Möglichkeit, in der Zeit von 7.30 – 8.50 Uhr und von 12.20 – 13.30 Uhr in unserer Schule betreut zu werden. Informationen dazu sind in unserem Sekretariat erhältlich.
 
Elternberatung
Die mehrsprachige Elternberaterin Güller Yıldız ist Mitarbeiterin des Bildungsbüros Weinheim/ Integration Central. Seit 2010 ist sie als Vermittlerin und Beraterin für unsere Eltern und uns Lehrkräfte an der Schule tätig. Inhaltliche Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Themen rund um Erziehung, Schulerfolg, Inklusion und berufliche Orientierung. Besonders wichtig ist dabei zum Einen, wie die Ressourcen und Potentiale der Eltern in den Bildungsprozess der Kinder eingebunden werden können. Zum Anderen ist es dem Bildungsbüro wichtig, dass die Partnerschaft zwischen Familien und Schule gestärkt wird.
 
Die Angebote der Elternberaterin:

Individuelle persönliche oder telefonische ElternberatungElternberatung in Gruppen in Form von ElterninfocafésVorbereitung der Eltern auf das FörderplangesprächUnterstützung der Eltern bei der Umsetzung der Elternaufgaben aus dem GesprächIndividuelle Berufsorientierung für Schüler und Eltern (Suche nach Praktika, Freiwillige Praktika etc.)Begleitung bei Gesprächen zum Thema Berufsorientierung, z.B. mit der Agentur für Arbeit, Förderband MannheimInformation, Beratung und Begleitung im Prozess der inklusiven BeschulungDolmetschen (Deutsch - Türkisch)Kulturdolmetschen – Kennen, Anerkennen und Wertschätzen unterschiedlicher Kulturen und Werte

Als Teil des Eltern-Lehrer Tandems - das ist ein Projekt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der Gemeinnützigen Elternstiftung Baden-Württemberg - initiiert Güller Yıldız darüber hinaus in Zusammenarbeit mit zwei Lehrkräften Veranstaltungen zur Stärkung der interreligiösen und interkulturellen Verständigung (z. B. Interreligiöse Andacht, Muttertagsfrühstück).

Sprechstunde:
Montags, 8:00 Uhr bis 10:30 Uhr
Handy: 0179- 188 38 52
Schulsekretariat:  06201 / 9 46 23 
Raum: V5
Email: gueller.yildiz@bildungsbuero-weinheim.de

Für weitere Rückfragen und Anregungen zur Elternberatung an der Johann Sebastian Bach Förderschule:  Ceylan Firat, Email: ceylan.firat@bildungsbuero-weinheim.de
 
Schulsozialarbeit
Für die Schulsozialarbeit ist Frau Perpetua Emig, Sozialarbeiterin, zuständig.
Sie ist zu erreichen unter Tel.06201/94623 p.emig@weinheim.de
Sprechzeit Montag und Dienstag von 08.30-14.00, Mittwoch von 8.30 - 15.30 und nach Vereinbarung
Die Schulsozialarbeit hat sowohl einen präventiven als auch intervenierenden Auftrag im Sinne einer lebensweltorientierten Jugendhilfe.

Daher umfassen ihre Schwerpunktaufgaben:

Einzelhilfe und Beratung für Kinder und Eltern in individuellen Problemlagen und Krisengemeinsame Präventionsarbeit mit SchuleMitarbeit bei Projekten und Arbeit mit Schulklasseninner- und außerschulische Vernetzung und Gemeinwesenarbeit

Die Stärkung und Förderung der Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen haben hierbei einen hohen Stellenwert. Die gemeinsamen Gespräche finden in einem geschützten vertraulichen Rahmen statt. Wir unterliegen, nach §203 Strafgesetzbuch und §65 SGB VIII, der Schweigepflicht.
Weiterreichende Informationen zum Thema Schulsozialarbeit können Sie hier erhalten:
KVJS Jugendhilfeservice, Schulsozialarbeit in Baden-Württemberg
Netzwerk Schulsozialarbeit Baden-Württemberg

Lesepaten
An unserer Schule gibt es seit zwei Jahren drei Lesepatinnen aus dem KiG-Projekt (Kita- und Grundschulpaten) des Bildungsbüros Weinheim / Integration Central. Diese ehrenamtlichen Lesepatinnen kommen an unsere Schule und fördern durch Vorlesen die Lese- und Sprechfreude der Kinder und vermitteln ihnen Freude an Büchern. Jede Lesepatin ist einer Klasse zugeordnet, in der sie einmal in der Woche ausgewählte Kinderbücher vorliest. Im Anschluß daran übt sie mit einzelnen leseschwachen Kindern, motiviert und ermutigt und gibt Hilfestellung.

Unsere Lesepatinnen sind zusammen mit 17 anderen Ehrenamtlichen an vier Grundschulen, einer Kita sowie der Stadtbibliothek in Weinheim im Einsatz. Alle Ehrenamtlichen haben polizeiliche Führungszeugnisse und werden für ihre Aufgaben qualifiziert und fortgebildet. Auch bei den beiden Projekten „Lesen und digitale Medien“ des Kultusministeriums haben sie die Kinder begleitet und in der Handhabung von Tablets unterstützt. 




 

Grundstufe

Förderunterricht Lesen mit speziellen Lernprogrammen - Bild 1
Förderunterricht Lesen mit speziellen Lernprogrammen - Bild 2

Die Grundstufe umfasst die Klassen 1 bis 4. Der Schwerpunkt der Grundstufe liegt auf der Vermittlung der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Dies geschieht in einem systematischen Aufbau mit verschiedenen anschaulichen Materialien und Medien unter Einbeziehung von speziellen Computerlernprogrammen. Der Arbeit mit den Kindern liegt das Prinzip der Entwicklungsförderung zugrunde, um Entwicklungsrückstände, die oft ein Scheitern in der Aneignung der Kulturtechniken nach sich ziehen, aufzuholen und auszugleichen.

Zum Lesenlernen
Die meisten Schüler, die unsere Schule besuchen, hatten in der Grundschule große Probleme beim Erlernen des Lesens und Schreibens. Das Lesenlernen ist jedoch der wichtigste Lernprozess im Laufe der ersten Schuljahre, weil Lesenkönnen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht ist.
Aufbauend auf einer genauen Lernstandsdiagnose haben die Kinder in unserer Schule die Möglichkeit, das Lesen und Schreiben in einem neuen Anlauf zu erlernen. Dabei arbeiten die Kinder auch mit speziell auf ihren Lernstand angepassten Computerlernprogrammen, die zusammen mit entsprechenden Arbeitsmaterialien sowie Arbeitsblättern einen Medienverbund bilden.

Hauptstufe

Die Hauptstufe umfasst die Klassen 5 bis 9. Das zentrale Element des Unterrichts in der Hauptstufe ist die Vorbereitung auf Beruf und Leben. Neben dem Ausbau des Sachwissens sowie der Sicherung und Entfaltung von Kenntnissen in den Kulturtechniken lernen die Schülerinnen und Schüler durch Betriebserkundungen und mehrwöchige Werkstatt- und Betriebspraktika in der Arbeitswelt ihre beruflichen Fähigkeiten und Eignungen kennen. Diese Erfahrungen werden mit dem Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit den Eltern besprochen und tragen so zu Entscheidungshilfen für eine Ausbildung nach Vollendung der Schulpflicht bei. Während der ganzen Zeit arbeitet die Schule mit zahlreichen Partnern zusammen.

MÖGLICHE SCHULABSCHLÜSSE

Abschlusszeugnis der Förderschule
Nach erfolgreicher Teilnahme am Unterricht des 9. Schuljahres erhalten die Schülerinnen und Schüler das Abschlusszeugnis der Förderschule.

Hauptschulabschluss
Bei entsprechender Entwicklung und guten Lernfortschritten können die Schülerinnen und Schüler am Ende des 9. Schuljahres in der Schulfremdenprüfung den Hauptschulabschluss an einer Werkrealschule ablegen. Wir helfen entsprechenden Schülern durch eine gezielte Vorbereitung und Kooperation mit der entsprechenden Werkrealschule. In Kooperation mit der Hans-Freudenberg-Schule Weinheim kann diese Prüfung auch noch am Ende des VAB (Vorqualifizierungsjahr Arbeit Beruf) abgelegt werden.
Seit dem Schuljahr 1998/99 bestanden 80% unserer Entlassschüler diese Prüfung und erhielten somit das Hauptschul-Abschlusszeugnis!

Rückschulung an die Werkrealschule
Schülerinnen und Schüler, die der intensiven Förderung des SBBZ nicht mehr bedürfen, können nach Beratung mit dem Klassenlehrer auf Antrag der Eltern probeweise in die Werkrealschule zurückgeschult werden. Nach einer Probezeit von mindestens 3 Monaten wird der Schüler ordentlicher Werkrealschüler.

Kooperationsklasse

Die Kooperationsklasse ist auf die Dauer von 2 Jahren ausgelegt. Im ersten Jahr dieser Klasse bleibt das SBBZ Stammschule, im 2. Jahr werden die Schüler ausschließlich in der Berufsschule unterrichtet. Unser Kooperationspartner ist die Hans-Freudenberg-Berufsschule in Weinheim.
Ziel ist es, die Chancen der Jugendlichen auf eine berufliche Eingliederung durch die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit in möglichst enger Zusammenarbeit mit Betrieben zu erhöhen. Die Schülerinnen und Schüler der Kooperationsklasse sollen u. a. durch neue praxisorientierte Inhalte motiviert und insgesamt so gefördert werden, dass sie am Ende des 2. Jahres den Abschluss des Vorqualifizierungsjahres Arbeit – Beruf (VAB) und einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand erreichen.

Übergangsmanagement und Nachbetreuung

Seit dem Schuljahr 1999/2000 bietet die Schule Schülerinnen und Schülern nach ihrer Entlassung eine Nachbetreuung an. Die Nachbetreuung beginnt mit der Schulentlassung und endet mit dem Ende der Ausbildung bzw. dem Beginn eines Arbeitsverhältnisses.

Neben der Beratung der Jugendlichen und der Eltern ist das Hauptziel der Nachbetreuung, bei Problemen in der Berufsschule, im Ausbildungsbetrieb etc. zu vermitteln und gemeinsame Lösungswege zu finden.

Abgestimmt auf die jeweilige Situation kann die Nachbetreuung  in Kooperation mit der Hans-Freudenberg-Schule Weinheim, der Helen-Keller-Schule Weinheim, dem Internationalen Bund, dem Förderband Mannheim, dem Bildungsbüro Weinheim, der Agentur für Arbeit, den Ausbildungsbetrieben und vielen anderen Institutionen erfolgen.

Ansprechpartner ist Herr Paul Weis (Tel.: 06201/9462-0)

Die Nachbetreuung für die Entlassschüler 1999 bis 2004 wurde Ende 2011 abgeschlossen. Viele unserer Schülerinnen und Schüler konnten eine Berufsausbildung abschließen, um dann in ein festes Arbeitsverhältnis überzugehen.

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